Winterreifen Vergleich – Die besten Produkte

Mit Hilfe unseres Winterreifen-Vergleichs [year] finden Sie heraus, welche Kriterien Sie beim Kauf beachten sollten. Die unterschiedlichen Winterräder, Ganzjahresreifen und Sommerreifen tragen allesamt zu Ihrer Sicherheit im Straßenverkehr erheblich bei. Nutzen Sie vor dem Kauf daher auch die Informationen der Winterreifen-Tests von Stiftung Warentest und ADAC.

Dass gleich zwei renommierte Instanzen sich intensiv mit Winterbereifung auseinandergesetzt haben, spricht für die Wichtigkeit der korrekten Bereifung in jeder Jahreszeit.

Durch die Erkenntnisse, die beim Winterreifen-Test der Stiftung Wartentest gewonnen wurden und die Statements des ADAC, finden Sie auf dem schnellsten Weg zu Ihrem persönlichen Winterreifen-Testsieger.

1. Mit der Winterreifen-Kaufberatung die richtige Entscheidung treffen

Im Winter mit Sommerreifen zu fahren ist nicht nur keinesfalls empfehlenswert, sondern auch schlichtweg nicht erlaubt. Dass die Straßenverkehrsordnung hier eine Regelung beinhaltet, hängt mit den Straßenverhältnissen und den Eigenschaften der unterschiedlichen Reifen zusammen.

1.1. Die Eigenschaften des Winterreifens

Winterräder werden aus einem speziellen Gemisch von Gummi hergestellt, das sich auch bei sehr niedrigen Temperaturen durch seine elastischen Eigenschaften durch Griffigkeit auszeichnet. Die Elastizität reicht aus, um weich über die Straßen zu rollen.

Die Profiltiefe der Winterreifen ist höher als bei einem Sommerreifen, was für eine deutlich verbesserte Haftung auf verschneiten und vereisten Straßen sorgt. Der sogenannte Rollwiderstand erhöht sich, was zur guten Straßenlage beiträgt. Dadurch steigt allerdings auch der Kraftstoffverbrauch bei aufgezogenen Winterreifen leicht an.

Doch nicht nur bei Schnee und Eis, sondern auch auf nassen und glatten Fahrbahnen, die im Herbst und im Winter vorherrschen, müssen Winterreifen guten Grip gewährleisten.

1.2. Der Sommerreifen im Vergleich zum Winterreifen

Um die herausragenden Eigenschaften und den alljährlichen Wechsel zwischen Autoreifen für den Winter und Reifen für den Sommer zu verstehen, muss man die Eigenschaften des Sommerreifens kennen.

Sie sollten keinesfalls im Sommer mit Winterreifen fahren, da diese im Vergleich deutliche Nachteile haben: Das geringere Profil des Sommerreifens sowie seine Gummimischung machen den Reifen deutlich härter. Dies macht den Sommerreifen robust gegenüber extremen Temperaturen, bedeutet gleichzeitig aber auch bei Schnee und Kälte eine deutlich schlechtere Haftung.

Fahren Sie einen Winterreifen im Sommer, sorgt dessen weiche Gummimischung für längere Bremswege und größeren Abrieb.

1.3. Allwetterreifen sind keine Alleskönner

In Gedanken könnte man nun meinen, dass ein sogenannter Allwetterreifen doch die ideale Lösung sein müsste, um ohne lästigen Reifenwechsel das ganze Jahr hindurch sicher durch den Straßenverkehr zu fahren. Leider sind Allwetterreifen eher ein ungünstiger Kompromiss, was sich immer wieder beim Reifentest von Winterreifen und Allwetterreifen bestätigt.

Die Kompletträder sind meist weder wirklich gut für den Sommer, noch für den Winter geeignet und daher stets den Spezialisten gegenüber im Nachteil. In einem Winterreifen-Test von der Stiftung Warentest und dem ADAC lautet sogar die Überschrift: „Finger weg von Ganzjahresreifen!“. Wir haben für Sie kurz die zwei Typen in einer Tabelle gegenübergestellt, damit Sie das Wichtigste über beide Arten vor Augen haben.

Eigenschaft Winterreifen

 

Allwetterreifen

Material sehr weich weich
Grip im Schnee sehr gut befriedigend
Abrieb wenig stärker

1.4. Wie äußert sich bei Winterreifen das Gesetz?

Es besteht eine sogenannte situative Winterreifenpflicht, da bei Schnee, Schneematsch, Glatteis, Eis- und Reifglätte Winterreifen auf den Pkw aufgezogen werden müssen. Sind diese „winterlichen“ Verhältnisse vorhanden, drohen bei einer Fahrt im Winter mit Sommerreifen ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg, wenn Sie den Straßenverkehr behindern.

Haftbar gemacht wird stets der Fahrer, nicht der Halter des Kfz.

In der Straßenverkehrsordnung greift die Richtlinie 92/23/EWG. Da die Straßenverhältnisse sich blitzschnell verändern können und in der StVO kein Zeitraum angegeben ist, halten Sie sich an folgende Faustregel: Winterreifen von O (Oktober) bis O (Ostern) fahren.

Die Auswirkungen auf Ihren Versicherungsschutz können ebenfalls dramatisch sein, sobald ein Unfall geschieht. Die Versicherungen werden einen Unfall im Winter sofort hinsichtlich Ihrer Bereifung prüfen.

Da beim Fahren in winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen grobe Fahrlässigkeit unterstellt wird, drohen der vollständige Wegfall oder schmerzhafte Kürzungen der Versicherungsleistung.

Fahren ohne Winterreifen Sanktion
Allg. Kontrolle Bußgeld 60,- €, 1 Pkt. Flensburg
Verkehrsbehinderung Bußgeld 80,- €, 1 Pkt. Flensburg
Verkehrsgefährdung Bußgeld 120,- €, 1 Pkt. Flensburg

2. Einen guten Winterreifen kann man erkennen

Vermeiden Sie Bußgelder und Unannehmlichkeiten mit der Versicherung, während Sie gleichzeitig einen aktiven Beitrag zu Ihrer Sicherheit und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer leisten: Nehmen Sie einmal bewusst im Fachhandel Reifen in Augenschein. Dann erkennen Sie selbst als Laie deutliche Unterschiede, bevor Sie einen bestimmten Winterreifen kaufen.

  • Schneeflockensymbol: Das Symbol ist an der Flanke des Winterreifens angebracht. Wo Sie ansonsten M + S lesen (steht für „mud and snow“ oder Matsch und Schnee), deutet dieses Symbol auf einen wintertauglichen Reifen hin. Allerdings gibt das Symbol keinerlei Auskunft darüber, wie gut der Reifen sich im Winter macht.
  • Lamellen: Jeder Reifen besitzt ein bestimmtes Profil. Ein Winterreifen verfügt über viele, feine Profileinschnitte, die als Lamellen bezeichnet werden. Diese verzahnen sich mit Eis und Schnee, was für guten Grip sorgt.
  • Profiltiefe: Bei Winterreifen sind die Rillen deutlich tiefer als bei Sommerreifen. Der Gesetzgeber schreibt eine Tiefe von mindestens 1,6 Millimetern vor, Experten hingegen empfehlen 4 Millimeter für mehr Sicherheit beim Fahren und einen kürzeren Bremsweg.

Das „Alpine“-Symbol wird für Winterreifen Pflicht. Reifen, die ab dem 01. Januar 2018 hergestellt werden, müssen über ein Bergpiktogramm mit integrierter Schneeflocke verfügen. Bis zum Jahr 2024 gilt eine Übergangsfrist, sodass mit M+S gekennzeichnete Reifen nicht sofort ersetzt werden müssen.

3. Die Winterreifen-Kategorien kennen und nutzen

Es gibt diverse Variationen, in denen Sie Winterkompletträder oder Winterreifen mit Felgen wählen können. Dabei bedeuten die unterschiedlichen Begriffe häufig ähnliche Dinge.

Kompletträder Winterreifen bestehen aus einer Felge zusammen mit dem schwarzen Gummireifen. Sie können zwischen Winterreifen mit Stahlfelgen oder Winterreifen mit Alufelgen ihren persönlichen Favoriten wählen.

Neben diesen Winterkompletträdern haben Sie auch die Möglichkeit, lediglich den schwarzen Gummireifen auf Ihren vorhandenen Felgen je nach Jahreszeit austauschen zu lassen. Nutzen Sie den Winterreifendienst diverser Werkstätten, die kompetent und sicher einen Austausch vornehmen.

Tauschen Sie Ihre Winterreifen so beispielsweise bei ATU, die als Werkstattkette deutschlandweit vertreten sind. Fahren Sie mit Ihrem SUV gezielt Service-Partner an, deren Winterreifen-Marke Sie fahren. Namhafte Hersteller wie Continental, Goodyear oder Michelin sind ebenfalls flächendeckend zu finden.

4. Den richtigen Zeitpunkt für den Winterreifen-Wechsel erkennen

Neben der Faustregel, von Oktober bis Ostern Ihr Kfz mit Winterreifen auszustatten, sollten die aktuellen Wetterberichte Ihre Entscheidung beeinflussen.

Vermeiden Sie einen zu frühen Wechsel auf Winterreifen, da diese weniger gut mit starken Regenfällen zurechtkommen und durch den größeren Abrieb der weichen Gummimischung etwas mehr Sprit verbrauchen.

Ein zu später Wechsel auf Winterreifen kann nicht nur gefährlich werden, sondern auch die erwähnten Bußgelder, Punkte und Versicherungsprobleme nach sich ziehen. Achten Sie auch im Frühjahr stets auf die Angaben und Prognosen des Wetterberichtes, damit Sie einen möglichst passenden Zeitpunkt abschätzen können.

Auch das Winterreifen-Alter sollten Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen. Die Profiltiefe sollte mindestens 1,6 Millimeter betragen. Sobald dieser Wert unterschritten wird, ist der Neukauf von Winterrädern unbedingt notwendig, egal, wie alt die Reifen sind.

Ist die Profiltiefe immer noch ausreichend, sollten Sie den kompletten Satz Winterreifen ersetzen. Achten Sie beim Winterreifen-Kauf darauf, dass die ab 2018 gültigen Symbole auf dem Reifen abgebildet sind. Die Übergangsfrist der neuen Kriterien für sichere Winterreifen läuft schließlich im Jahr 2024 aus.

Wenn Sie Ausschau nach einem Satz günstiger Winterreifen halten, kommen Ihnen die vollen Lager im Spätsommer entgegen. Hier lassen sich bei frühzeitiger Suche umfangreiche Preisvergleiche anstellen und die besten Winterreifen-Schnäppchen machen. Dadurch geraten Sie bei einem plötzlichen Wetterumschwung außerdem nicht in Zugzwang.

5. Reifen richtig lagern und dadurch die Lebensdauer verlängern

Ihre Winterreifen können Sie gegen eine Gebühr in Werkstätten professionell einlagern lassen. Wer sich dieses Geld sparen möchte, kann im privaten Umfeld einen großen Beitrag zur Langlebigkeit der Räder leisten.

Markieren Sie im Frühjahr mit einem Stück Kreide, wo welcher Reifen montiert gewesen ist. Experten raten für einen gleichmäßigen Verschleiß während der Nutzung dazu, die Reifen achsenweise zu tauschen. Mit Hilfe der Markierung können Sie dieser Empfehlung im nächsten Herbst mühelos nachkommen und die Lebensdauer verlängern.

Nachdem die Markierung angebracht worden ist, suchen Sie nach einem möglichst kühlen, trockenen und dunklen Ort, an dem Sie die Winterräder einlagern können. Dies können Keller oder Dachböden sein, aber auch die Garage kommt in Frage. Um Unwuchten durch eine liegende Lagerung zu vermeiden und um Platz zu sparen, eignen sich sogenannte Felgenbäume.

6. Nicht jeder Winterreifen verträgt Höchstgeschwindigkeiten

Achten Sie beim Kauf von Winterreifen stets darauf, die maximal empfohlene Geschwindigkeit für den Reifen auf Ihr Fahrzeug abzustimmen. Generell gilt, dass Sie mit einem höheren Wert beim Reifen nichts falsch machen können, da das Fahrzeug dieses Tempo gar nicht erreichen kann.

Umgekehrt sollten Sie sich gerade bei wechselnden Fahrern nicht darauf verlassen, dass während der Winterreifen-Periode die Höchstgeschwindigkeit des Pkw nicht ausgenutzt wird.

Die mögliche Höchstgeschwindigkeit ist mit einem Buchstaben auf der Flanke des Reifens gekennzeichnet. Sie beginnt mit dem Buchstaben G, der auf eine Maximalgeschwindigkeit von 90 km/h verweist. Die Tabelle ist bis zum Buchstaben ZR gestaffelt, Reifen, die Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 240 km/h gewachsen sind.

In verschiedenen Winterreifen-Tests wird bei diesem Thema allerdings stets darauf hingewiesen, dass Maximalgeschwindigkeiten bei winterlichen Straßenverhältnissen vermieden werden sollten, da witterungsbedingt erhöhte Unfallgefahr besteht.

7. Auch günstige Winterreifen können Testsieger sein

Beim Winterreifen-Test des ADAC hat sich beispielsweise gezeigt, dass bei manchen Markenherstellern das Premium-Produkt weniger gut als das Zweitprodukt abschneidet. Der Michelin Alpin 5 als Markenprodukt erhielt ein „befriedigend“, während das Zweitprodukt von Michelin, der Kleber Krisalp HP3, mit „gut“ bewertet wurde.

Haben Sie bereits einen bestimmten Favoriten bei Ihrer Recherche wie einen Continental Winterreifen ermittelt, dann sollten Sie vor dem Kauf weitere Daten berücksichtigen.

Zunächst müssen Sie zwischen den Komplett-Winterreifen samt Felge und reinen Gummireifen unterscheiden. Bei der Entscheidung kommt dann im Detail die Größe des Winterreifens ins Spiel.

Ein Winterreifen 205 60 R16 beinhaltet beispielsweise die Information, dass die Reifenbreite  205 mm beträgt sowie das Verhältnis von Höhe zu Breite (60 Höhe ergibt sich aus 60 % von 205 mm Breite), dem Code für die Reifenbauart (R = Radialreifen) und den Felgendurchmesser (16 Zoll).

Ein Winterreifen 205 55 R16 gleicht daher dem vorherigen Modell bis auf das Verhältnis von Höhe zu Breite, ist also etwas schmaler. Bei einem Winterreifen 195 65 R15 hingegen sehen Sie bei jedem einzelnen Wert deutliche Unterschiede.

Welche Bereifung Sie für Ihr Auto verwenden können, finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein unter den Ziffern 20 bis 23. Unter Ziffer 33 finden Sie eventuell noch spezielle Empfehlungen zu Profilen oder Herstellern.