Auf einer schweizer Flagge liegen vier Autovignetten und ein Autoschlüssel.

Schweizer Vignette 2026: Alle Änderungen im Überblick

Wer 2026 mit dem Auto in die Schweiz reist, sollte sich rechtzeitig über die aktuellen Regeln informieren. Der Preis der Vignette bleibt auf dem gleichen Niveau wie in den letzten drei Jahrzehnten, aber digitale Kaufmöglichkeiten machen den Kauf deutlich einfacher. Dieser Ratgeber schlüsselt auf, welche Änderungen Sie dieses Jahr beachten sollten.

Das ist neu bei der Schweizer Vignette 2026

Die Schweizer Vignette für 2026 kostet weiterhin 40 Schweizer Franken (etwa 42–45 Euro) und ist 14 Monate gültig – von Dezember 2025 bis Ende Januar 2027. Deutsche Autofahrer müssen allerdings aufgrund der Wechselkursschwankungen mehr bezahlen als noch vor ein paar Jahren.

Seit August 2023 gibt es zudem die digitale Version als Alternative zur klassischen Klebevariante. Diese kostet ebenfalls 40 Schweizer Franken. Die E-Vignette wird direkt mit dem Kennzeichen verknüpft und ist sofort nach dem Kauf aktiv. Sie kann bereits vor Beginn mit einem frei wählbaren Gültigkeitsstart erworben werden, was die Planung flexibler macht.

Wenn Sie häufiger in die Schweiz fahren oder mehrere Autos besitzen, reduziert eine E-Vignette den organisatorischen Aufwand. Auch die 14-monatige Gültigkeitsdauer macht Doppelkäufe innerhalb eines Jahres überflüssig.

Laut Vignetteswitzerland.com kann die Schweizer Vignette für 2026 einfach online erworben werden. Neben den bekannten Tankstellen und Postämtern ermöglichen damit auch verschiedene digitale Plattformen den Online-Kauf. Dies beschleunigt spontane Käufe kurz vor der Abfahrt erheblich.

Behörden warnen allerdings verstärkt vor unseriösen Drittanbietern, die deutlich höhere Preise verlangen – ideal ist der Kauf über das offizielle „Via“-Portal der Schweizer Zollverwaltung. Der Kauf über offizielle Plattformen dauert nur wenige Minuten.

Zunächst wählen Sie dabei den Fahrzeugtyp aus und geben das Zulassungsland sowie das Kennzeichen ein. Anschließend schließen Sie die Zahlung ab. Nach Abschluss der Bezahlung ist die E‑Vignette sofort gültig und mit dem eingegebenen Kennzeichen verknüpft.

Typischer Stolperstein: Manche tippen das Kennzeichen mit Leerzeichen ein (B AB 1234), andere schreiben es zusammen (BAB1234). Das System akzeptiert beide Varianten, aber bei Kontrollen wird auf exakte Übereinstimmung geprüft. Das heißt: Es muss genau die Schreibweise, die in den Zulassungspapieren steht, auch in das System eingegeben werden. In den ersten Tagen nach dem Kauf lassen sich solche Eingaben zwar noch korrigieren, aber bei ausländischen Kennzeichen besteht oft nur ein kurzes Zeitfenster von 24 Stunden zur Korrektur von Tippfehlern bei der E-Vignette. Danach ist ein neuer Kauf nötig.

Die Klebevignette können Sie an Tankstellen kurz vor der Grenze erwerben, welche ausreichend Vorrat bereithalten. Selbst an kleineren Grenzübergängen stehen Verkaufsautomaten zur Verfügung.

 Welche Vignette passt zu Ihnen?

Ihre Entscheidung hängt davon ab, wie Sie normalerweise reisen. Vorteile der E-Vignette sind beispielsweise, dass sie sofort aktiv ist, ohne dass Sie sie irgendwo anbringen müssen. Bei einem Scheibenwechsel brauchen Sie damit keinen Ersatzantrag zu stellen, sondern Sie bekommen kostenlosen Ersatz, wenn Sie die alte Vignette vorlegen können.

Eine Hand tippt am Laptop, die andere hält eine Kreditkarte.

Die Bestellung auf den Online-Portalen erfolgt bequem von zu Hause.

Die digitale Variante eignet sich auch besonders für Mietwagen, da sie nicht am Fahrzeug angebracht wird, sondern elektronisch an das Kennzeichen gebunden ist. Dadurch bleibt die Vignette gültig, solange das richtige Kennzeichen registriert ist – unabhängig davon, in welchem Fahrzeug sie genutzt wird.

Auch Fahrzeuge ohne dauerhaft fest zugeordnete Kennzeichen, wie beispielsweise Händler- oder Überführungskennzeichen, können eine E-Vignette erhalten, sofern das verwendete Kennzeichen klar und gültig ist.

Die Klebevignette hingegen überzeugt damit, dass weder eine Online-Registrierung noch eine Dateneingabe notwendig sind, um sie in Betrieb zu nehmen. Sie verfügt darüber hinaus über Sicherheitsmerkmale wie Hologramme und spezielle Materialien, die Fälschungen erschweren.

Außerdem ist sie sofort am Fahrzeug sichtbar und kann leicht kontrolliert werden, ohne dass ein System abgefragt werden muss. Sie ist daher besonders praktisch für Leute, die nicht regelmäßig online sind.

Klebevignette richtig anbringen: Die Vignette wird außerhalb getönter Bereiche an der Innenseite der sauberen Windschutzscheibe angebracht – idealerweise links hinter dem Rückspiegel. Ein blasenfreies und korrektes Aufkleben ist wichtig, weil bereits unvollständig haftende oder unsauber befestigte Plaketten bei der Sicht- bzw. Kamera-Kontrolle nicht als ordnungsgemäß angebracht gelten. Schon die Verwendung von Klebestreifen, zusätzlichen Folien oder das nicht vollständige Entfernen der Trägerfolie kann als Manipulationsversuch gewertet werden und zur Ungültigkeit der Vignette führen − mit entsprechenden Strafen. Auch zu viele übereinandergeklebte Vignetten können Misstrauen wecken. 

Was muss ich beim Grenzübertritt beachten?

Grün-weiße Schilder kennzeichnen vignettenpflichtige Straßen. Fast alle Autobahnen und autobahnähnliche Schnellstraßen fallen darunter, während Landstraßen gebührenfrei bleiben.

Bei stichprobenartigen Kontrollen überprüfen Zollbeamte die Vignette oder scannen bei der E-Variante das Kennzeichen. Die Überprüfung der Vignette erfolgt in der Regel schnell und unkompliziert. Fährt man jedoch ohne gültige Vignette auf mautpflichtigen Straßen, kann bei einer Kontrolle sofort eine Ersatzmaut bzw. ein Bußgeld fällig werden, das direkt vor Ort bezahlt werden muss.

Nach Angaben der offiziellen Schweizer Behörden beträgt dieses 200 CHF Ersatzmaut zuzüglich 40 CHF für die nachträglich zu erwerbende Vignette. Beim Passieren des großen St. Bernhard-Tunnel und des Munt-la-Schera-Tunnels fallen, zusätzlich zur Vignette, ebenfalls Extrakosten an.

Kontrolliert werden die Vignetten auf Autobahnen, an Grenzübergängen sowie in Tunneln. Auch ausländische Kennzeichen werden systematisch überprüft.

Schweizer Autobahn mit grün-weißen Schildern.

An diesen Schildern erkennen Sie, dass die Straße vignettenpflichtig ist.

Für welche Fahrzeuge gilt die Vignettenpflicht?

Grundsätzlich benötigen alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen auf Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen eine Vignette. Darunter zählen:

  • PKW
  • Motorräder
  • Anhänger

Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sind von der Vignettenpflicht ausgenommen und zahlen stattdessen die Schwerverkehrsabgabe für das komplette Straßennetz. Als Wohnmobilbesitzer sollten Sie Ihr Gesamtgewicht kennen, um den richtigen Betrag zu zahlen.

Fazit: Das Wichtigste auf einen Blick

Für alle Fahrten auf Schweizer Autobahnen und autobahnähnlichen Schnellstraßen benötigen Fahrzeuge und Anhänger bis 3,5 Tonnen eine gültige Vignette; das gilt unabhängig von Antriebsart oder Herkunft des Fahrzeugs.

Die Jahresvignette 2026 ist vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027 (insgesamt 14 Monate) gültig und kostet 40 Schweizer Franken (etwa 42–45 Euro je nach Wechselkurs). Sie können als klassische Klebevignette oder als digitale E-Vignette gekauft werden; die digitale Variante wird direkt mit dem Kennzeichen verknüpft und ist sofort nach dem Online-Kauf gültig. Dabei gibt es allerdings keine Kurzzeit-Vignetten (Tages-, Wochen- oder Monatslösungen).

Fahren Sie ohne gültige Vignette auf mautpflichtigen Strecken, droht ein Bußgeld von etwa 200 CHF zuzüglich des Pflichtkaufs der Vignette – insgesamt also rund 240 CHF. In der Regel empfiehlt sich der Kauf vor der Abfahrt über offizielle Kanäle, um unnötige Kosten und Stress zu vermeiden. Planen Sie Ihre Reise also rechtzeitig und denken Sie daran, die Vignette rechtzeitig zu erwerben. So beginnt Ihr Aufenthalt in der Schweiz entspannt und sicher.


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